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Glücksspiel in Schleswig-Holstein: Legale Lizenzen sind abgelaufen

Autor: CIS- Verbrauchertipps am 08.05.2019

Wetten

Vor einigen Jahren zeigte sich der hohe Norden als Vorreiter in Sachen Glücksspiel und vergab die ersten Lizenzen für Online-Casinos. Doch diese laufen nun aus. Was bedeutet das für Casino-Liebhaber in Schleswig?

Foto: pixabay.com / pruzzi

Schleswig-Holstein und der GlüÄndStV

Nein, die Katze ist nicht versehentlich über die Tastatur gelaufen. Hinter dem umständlich wirkenden Kürzel verbirgt sich der Glücksspieländerungsstaatsvertrag, dessen zweite Version von Schleswig-Holstein abgelehnt wurde. Stattdessen gestaltete das Bundesland ein eigenes Gesetz zur Neuordnung des Glücksspiels, unter dem sich Online-Casinos um eine sechs Jahre gültige Lizenz bewerben konnten. Allerdings galt dies nur für eine kurze Phase im Jahr 2012 – kaum wechselte die Landesregierung, wurde die Lizenzvergabe wieder eingestellt. Die wenigen Lizenzen, die vergeben wurden, liefen Ende 2018 aus, der letzte Anbieter musste im Februar 2019 seine Website einstellen. Theoretisch. Denn wie sich herausstellte, machen einige Anbieter auch ohne Lizenz weiter. Schwer zu verstehen ist dies nicht, denn schließlich operieren in ganz Deutschland zahllose Online-Casinos ohne deutsche Lizenz. Der Markt boomt seit Jahren und die Betreiber berufen sich auf EU-Lizenzen, die von Ländern wie Malta und der britischen Kronkolonie Gibraltar vergeben werden. Große Anbieter wie https://www.platincasino.com/de/spielautomaten.html freuen sich tagtäglich über tausende Besucher, die sich ihr Spielvergnügen online nicht nehmen lassen wollen.

Wie geht es weiter mit dem Online-Glücksspiel?

Immer mehr europäische Länder erkennen, dass Verbote sinnlos sind und haben ihre Strategie in den letzten Jahren geändert. So hat Schleswig-Holsteins Nachbar Dänemark begonnen, Lizenzen für dänische Anbieter zu vergeben und sichert sich auf diese Weise immerhin hohe Einnahmen durch 20 % Steuern. Schweden und die Niederlande haben ähnliche Entscheidungen gefällt. Der norddeutsche Sonderweg ist jedoch zu Ende und eine Verlängerung beziehungsweise Erneuerung ist ausgesprochen unwahrscheinlich – und das obwohl das notorisch klamme Bundesland durch die Lizenzen viel Geld eingenommen hat. Schätzungen zufolge kamen im Verlauf der sechs Jahre, in denen die Lizenzen galten, rund 10 Millionen Euro Steuereinnahmen zusammen.

Der Verlust der Einnahmen ist zweifellos ärgerlich (nicht zuletzt für den Steuerzahler des Bundeslandes), doch für Glücksspielfreunde ändert sich eigentlich nichts: Sie können nach wie vor die Angebote der vielen mit EU-Lizenz operierenden Anbieter online wahrnehmen – oder in den Spielbanken vor Ort ihr Glück versuchen. Denn auf die Einnahmen der fünf großen Spielbanken in Lübeck, Kiel, Flensburg, Schenefeld und natürlich auf Sylt möchte das Bundesland dann doch nicht verzichten...


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wetten in schleswig

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