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Schleswig: Herkulesstaude: jeder muss eine Berührung ungeschützt meiden

Autor: CIS am 27.06.2019

Herkules

Die Herkulesstaude auch Riesen-Bärenklau genannt, ist eine bis zu vier Meter hohe Staude. Im Winter sterben die oberirdischen Teile mit weißen Blüten ab, die bis zu 50 Zentimeter Durchmesser erreichen können. Der Doldenblüter ist zwar eine sehr gute Bienenweide, aber bei Berührung gehen erhebliche Gesundheitsgefahren für Menschen von ihr aus. Bei Hautkontakt in Verbindung mit Sonnenlicht kommt es zu schmerzhaften verbrennungsähnlichen Reizungen oder Entzündungen. Sogar schlimmere Folgen sind möglich – siehe unten angehängten Link.

Foto: Stadt Schleswig

Auf städtischen Flächen wird die Pflanze routinemäßig durch die Umweltdienste bekämpft. Allerdings sind unter anderem im hinteren Bereich des Altfeld im Stadtteil St-Jürgen einige dieser riesigen Gewächse derzeit in der Blüte. Zeitnah werden dort erneut die Umweltdienste dafür sorgen, dass die Herkulesstauden samt Wurzeln entfernt werden. Deshalb warnt der Bürgermeister der Stadt Schleswig in diesem Fall davor den Pflanzen jetzt dort oder anderswo zu nahe zu kommen. „Selbst Experten nähern sich den Pflanzen nur mit Ganzkörperschutz inklusive Brille“, appelliert Dr. Arthur Christiansen an die Vernunft der Schleswigerinnen und Schleswiger, sich von der Pflanze ungeschützt ausreichend fern zu halten.

 

Es handelt sich um einen sogenannten invasiven Neophyten. Die im Kaukasus beheimatete Pflanze hat eine starkes Ausbreitungsvermögen (starkwüchsig, starke Samenbildung, Verbreitung mittels Wind und Wasser) und kann große Bestände bilden, die dann auch wertvolle Biotope beeinträchtigen können.

 

Um eine unkontrollierte Ausbreitung der Pflanze zu verhindern, sollte auf privaten Flächen verhindert werden, dass die Pflanze zur Blüte respektive Samenbildung kommt. Besser noch sollte die ganze Pflanze durch Ausgraben oder Abstecken der Wurzel 15 Zentimeter unter der Oberfläche beseitigt werden, lässt Jens Bagehorn-Delor, Mitarbeiter des Fachbereichs Bau und zuständig für Landschaftsbau und öffentliches städtisches Grün wissen. Das gelte insbesondere in Bereichen in denen Kinder spielen könnten oder Flächen, die in der Nähe von Gehwegen liegen, betont Bagehorn-Delor.

 

Da Arbeiten an der Pflanze nur mit vollständiger Schutzkleidung ausgeführt werden sollten, empfiehlt es sich eine Fachfirma zu beauftragen. Achtung: die Pflanze kann

unter anderem mit dem einheimischen und ungefährlichen Wiesen-Bärenklau oder dem Wald-Engelwurz verwechselt werden, die für keine Verbrennung sorgen.

 

 

 

https://botanikus.de/informatives/giftpflanzen/alle-giftpflanzen/herkulesstaude/

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Riesen-B%C3%A4renklau

 


Schlagworte:
Riesen-Bärenklau

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