
Die A380 wird im Einklang mit den strengsten internationalen
Zulassungsvorschriften gebaut, wobei fortschrittlichste Technologien bei Werkstoffen,
Systemen und industriellen Prozessen zum Einsatz kommen. Mit rund einem Drittel
mehr Sitzen und weitaus mehr verfügbarer Bodenfläche als das vergleichbare
Konkurrenzmodell wird die A380 beispiellosen Komfort mit breiteren Sitzen
und Gängen, mehr Bewegungsfreiheit für die Passagiere und zusätzlichen
Komfortangeboten auf dem Unterdeck bieten. Die moderne Technik und die Größenvorteile
des Flugzeugs sorgen für Betriebskosten pro Sitz/Kilometer, die um nicht
weniger als 15 bis 20 Prozent unter denen der größten heutigen
Flugzeuge liegen - bei 10 Prozent mehr Reichweite. Der neue Airbus-Megaliner
wird für die Passagiere also eine ganz neue Art des Fliegens zu erschwinglicheren
Preisen bringen.
Die A380 wird eine größere Zahl von Passagieren über weitere Entfernungen befördern und so zur Bewältigung der Probleme beitragen, die durch die zunehmende Überfüllung und Überlastung des Luftraums verursacht werden - ohne Erhöhung der Zahl von Flugbewegungen und auch ohne negative Auswirkungen auf die Umwelt, da sich das neue Flugzeug durch erheblich reduzierte Geräuschentwicklung und signifikant niedrigere Emissionen auszeichnet. Mit Triebwerken einer neuen Generation, modernster Tragflächen- und Fahrwerkskonstruktion und -technik bleibt die A380 nicht nur unter den heutigen Fluglärmgrenzwerten, sondern wird auch bedeutend leiser sein als das bisher größte heute fliegende Verkehrsflugzeug und beispielsweise strenge lokale Lärmschutzauflagen wie QC2 für Starts auf den Flughäfen von London erfüllen. Konkret wird die A380 beim Start nur halb soviel Lärm erzeugen wie ihr Konkurrenzmodell, aber 35 Prozent mehr Passagiere als dieses über Entfernungen wie etwa London-Singapur oder Los Angeles-Sydney tragen.
Die A380 bietet zwar alle Vorteile einer kompletten Neuentwicklung, bringt gleichzeitig aber auch alle Errungenschaften der Airbus-Familienkommunalität in den Sektor der Supergroßraumflugzeuge ein: Dank übereinstimmender Cockpitlayouts, gleicher Verfahren und Flugeigenschaften können Piloten mit minimaler zusätzlicher Schulung von anderen Airbus Fly-by-Wire-Flugzeugen auf die A380 umsteigen.
Die Zusammenarbeit mit rund 60 wichtigen Flughäfen bei der Entwicklung der A380 zielt darauf ab, die Flughafentauglichkeit und die reibungslose Indienststellung des neuen Flugzeugs zu gewährleisten, und führt gleichzeitig zur intelligentesten und wirtschaftlichsten Lösung für das wachsende Verkehrsaufkommen im Luftraum und auf Flughäfen. Die einzige Alternative - die Erhöhung der Flugfrequenz der bisherigen Flugzeuge - würde nämlich nicht nur Investitionen in Höhe von Milliarden von Dollar für neue Start- und Landebahnen, Terminals und komplette neue Flughäfen erfordern, sondern auch eine noch stärkere Überlastung des Luftraums und erheblich massivere Umweltfolgen mit sich bringen. Dass Airbus diese Problematik zutreffend analysiert hat, wurde unwiderlegbar bestätigt - sowohl implizit in Form der branchenweiten Beteiligung am A380-Programm, die von Anfang an verzeichnet wurde, als auch explizit in Gestalt des heute schon erstaunlichen Markterfolgs der A380. Bisher haben elf Kunden Festaufträge über insgesamt 129 A380 erteilt (darunter 17 reine Frachterversionen).
Die A380-Familie geht von einer Basis-Passagierversion mit einer Kapazität von 555 Fluggästen in drei Klassen sowie einer Reichweite von bis zu 15 000 km./8000 nm. aus. Die Frachterversion A380F wird voraussichtlich in der Lage sein, eine Nutzlast von 150 Tonnen (330 000 lbs) über 10 400 km./5 600 nm. zu befördern. Ergänzend zur Grundversion werden zudem Varianten mit verlängertem bzw. verkürztem Rumpf sowie Versionen mit längerer Reichweite auf den Markt gebracht, sobald entsprechende Nachfrage festgestellt wird. Die A380 kann entweder mit Trent 900-Triebwerken von Rolls-Royce oder mit GP7200-Triebwerken von The Engine Alliance (einem Gemeinschaftsunternehmen von General Electric und Pratt & Whitney) ausgerüstet werden.