
Basseterre (pte) -
Die Karibikinsel St. Kitts bietet den Urlaubsgästen Unterkünfte der
besonderen Art: Historische Zuckerrohrplantagen erstrahlen in neuem Glanz als
exklusive Herbergen. Dort wo einst die Plantagenbesitzer wohnten, tummeln sich
nun Touristen. Dabei hat jede Plantage ihren eigenen und individuellen Reiz.
St. Kitts wurde 1983 als Konföderation mit der Nachbarinsel Nevis als selbstständiger
Staat im Britischen Commonwealth unabhängig. Anders als die meisten karibischen
Staaten setzt die Regierung auf gehobenen Qualitätstourismus.
Ottleys Plantation Inn zum Beispiel wurde von einer Buchhändler-Familie aus Princeton, New Jersey übernommen. Art und Ruth Keusch haben mit ihren beiden Töchtern Karen und Nancy und ihrem Schwiegersohn Marty Lowell das verfallene Anwesen 1988 erworben. Mit Geschmack wurde das Haupthaus erneuert und in ein luxuriöses Hotel umgewandelt. Dort wo seinerzeit der Boiler für die Zuckerproduktion stand, befindet sich stilvoll eingebettet ein Swimming-Pool mit angrenzender Bar und einem 4-Sterne Restaurant. 24 Zimmer befinden sich im Haupthaus, das 1990 als Hotel eröffnet wurde. Wo einst Zuckerrohr angebaut wurde, ist heute ein botanischer Garten angelegt. Marty Lowell, dessen besonderes Interesse der Pflanzenkunde gilt, hat zum Teil sehr seltene Palmen und tropische Gewächse angepflanzt.
Ottleys liegt wie die meisten der Plantagen nicht am
Meer, sondern am Fuße eines Berges rund 170 Meter über dem Meeresspiegel.
Die Unterkunft, die noch durch zahlreiche Einzelbungalows ergänzt wurde,
ist nur etwa zehn Autominuten vom Flughafen entfernt. Absolute Ruhe wird garantiert,
ein Dschungeltrail führt durch den angrenzenden Regenwald, ein Massagesalon
mit Blick über den Regenwald rundet das Ambiente ab. Wer sich den Badefreuden
im Ozean hingeben will, kann einen Shuttleservice in Anspruch nehmen. Zu den
berühmtesten Gästen von Ottleys zählte Prinzessin Margaret.
St. Kitts bietet weit mehr als nur Strände: Zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Inselstaates St. Kitts & Nevis gehört die UNESCO-World-Heritage-Site Brimstone Hill. Die Festung zählt zu den größten Festungs-Anlagen der Karibik und wurde von den Briten im 18. Jahrhundert gegen die wachsende Vorherrschaft der Franzosen errichtet. 1850 wurde die Befestigungsanlage schließlich aufgegeben, da der Vertrag von Paris die Konflikte von 1783 beendete. Die Festung wurde in den 60-er Jahren restauriert und 1985 von Königin Elisabeth von Großbritannien als Nationalpark wiedereröffnet.
St. Kitts ist von Europa aus sehr einfach zu erreichen: Caribbean Star Airlines verbindet die meisten kleinen Antilleninseln miteinander. Die Flugzeiten von den internationalen Flughäfen Antigua, Barbados und St. Martin sind dank der geringen Entfernungen nur sehr kurz.