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Tarifverträge sichern Rechte der Mitarbeiter

Neue Tarifverträge für die Verkehrsbetriebe

Der Kreis Schleswig-Flensburg hat zum Jahresbeginn 2005 seine Bussparte privatisiert. Nach Angaben von Landrat Jörg-Dietrich Kamischke habe der Kreistag die Neuausrichtung aus wirtschaftlichen Gründen und wegen zunehmender Herausforderungen durch die Liberalisierung im öffentlichen Personennahverkehr beschlossen. Die Busse fahren im Kreisgebiet seitdem unter dem neuen Namen "Verkehrsbetriebe Schleswig-Flensburg GmbH - VKSF".

Besonderes Gewicht - so der Landrat - habe der Kreis bei der Umstrukturierung auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter gelegt. Neben Kündigungsschutz habe der Kreistag den Beschäftigten eine vollständige Wahrung ihres Besitzstandes zugesichert. Um Entlassungen zu vermeiden wurde das technische Personal der Bussparte der neuen Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Die Rechte dieser Mitarbeiter regelt ein spezieller Tarifvertrag. Diese Vereinbarung unterzeichneten heute (15. Februar) im Schleswiger Kreishaus Landrat Jörg-Dietrich Kamischke für den Kreis Schleswig-Flensburg, GmbH-Geschäftsführer Uwe Möser und ver.di-Bezirksgeschäftsführer Jürgen Reimer.

Ein weiterer Tarifvertrag regelt die Vertretung der Arbeitnehmer in der Gesellschaft. Diese Vereinbarung, besiegelt von der GmbH und ver.di, sichert den Mitarbeitern das Recht, einen Betriebsrat zu bilden. Die neue Mitarbeitervertretung löst den Personalrat der Verkehrsbetriebe ab, der bei der Unterzeichnung der Verträge anwesend war.


Verkehrsbetriebe des Kreises Schleswig-Flensburg

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Landrat Kamischke stellte bei dem Ereignis heraus, dass es im vertrauensvollen Dialog mit den Mitarbeitern gelungen sei, die Balance zwischen sozialer Verantwortung und betrieblicher Wettbewerbsfähigkeit zu finden und die Verkehrsbetriebe damit auf die großen Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. "Dieses Erfolg versprechende Konzept setze ich im Namen des Kreises Schleswig-Flensburg gern um", sagte der Landrat. Seinen Dank richtete er an alle Beteiligten, vor allem die Gremien des Kreises und den Personalrat der Verkehrsbetriebe.

GmbH-Geschäftsführer Uwe Möser zog sechs Wochen nach der Übernahme der Verkehrsbetriebe ein positives Fazit. Die Privatisierung sei beispielhaft verwirklicht worden. "Über die offene Aufnahme in dem Betrieb habe ich mich sehr gefreut", sagte Möser. Er sei zuversichtlich, dass es mit den motivierten Mitarbeitern und dem Kreis als verlässlichem Partner gelingen werde, das fest in der Region verwurzelte Traditionsunternehmen VKSF in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

ver.di-Bezirksgeschäftsführer Jürgen Reimer betonte, dass es nicht einfach sei, einen öffentlichen Betrieb zu privatisieren. Er sagte voraus, dass sich die europäischen Rahmenbedingungen für den ÖPNV weiter gravierend verändern würden. Um diesen Prozess zu meistern, müssten die Arbeitnehmerrechte abgesichert sein. Dies sei mit den neuen Tarifverträgen gelungen.


Zu unserem Bild: Die Mitarbeiterrechte sind besiegelt: Landrat Jörg-Dietrich Kamischke, VKSF-GmbH-Geschäftsführer Uwe Möser (li.) und ver.di-Bezirksgeschäftsführer Jürgen Reimer (re.) unterschrieben die Tarifverträge.



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